6 .Juli 2026
Das rot-pink regierte Wien bleibt trotz der Mini-Reform von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig ein Sozialhife-Magnet für arbeitslose Familienclans.

Für große Aufregung hatte im Mai des vergangenen Jahres der Fall einer syrischen Großfamilie gesorgt, die in Wien monatlich 9.000 Euro Sozialhilfe erhält.

Nun feiert sich die rot-pinke Stadtregierung für eine Reform, die an den Zuständen im Sozialhilfeparadies kaum etwas ändert.
Große NEOS-Ankündigungen verpuffen
SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und Neos-Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling zeigten sich im Mein Wien-Newsletter zufrieden mit der Sozialhilfe-Reform. Besonders die Neos hatten sich an den hohen Sozialleistungen für arbeitslose migrantische Großfamilien gestört. Die angekündigte Reform der Mindestsicherung fiel jedoch bescheiden aus.
Die Schieflage, dass manche Menschen von Sozialleistungen besser leben könnten als durch Erwerbsarbeit, habe man beseitigt, so Emmerling. Allein im Jahr 2026 würden 200 Millionen Euro eingespart und klare Arbeitsanreize geschaffen. Zudem kommt seit Jänner der Bund für die Mindestsicherung subsidiär Schutzberechtigter auf.
Arbeit lohnt sich auch weiterhin nicht

Schmerzhaft wird die gefeierte Reform für die Betroffenen allerdings nicht: Im Fall der syrischen Großfamilie mit elf Kindern bedeutet sie eine Kürzung von rund 800 Euro pro Monat.
Dafür müssten zwei Vollzeitbeschäftigte Österreicher – je nach Steuerklasse, Sonderzahlungen und Sozialversicherung – zusammen grob 12.000 bis 14.000 Euro brutto pro Monat verdienen, also etwa 6.000 bis 7.000 Euro brutto pro Person.
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