4. Juli 2026
Hat der Corona-Zwang eine ganze Generation krank gemacht? Eine neue Anfragebeantwortung zeigt einen deutlichen Anstieg bei Psychopharmaka für Kinder – die FPÖ sieht die späte Rechnung der Lockdown-Jahre.

Lockdowns, Schulschließungen, monatelange soziale Isolation: Die Corona-Jahre haben Kinder und Jugendliche in einer besonders sensiblen Lebensphase getroffen.
Und die Folgen, so der Vorwurf der FPÖ, sind bis heute messbar – auf dem Rezeptblock. Denn im Jahr 2025 erhielten rund 36.100 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Österreich mindestens einmal Psychopharmaka auf Kosten der Krankenversicherung verschrieben. Das sind 3.500 mehr als im Jahr davor – ein Plus von rund elf Prozent binnen eines einzigen Jahres.
Die Zahlen stammen aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) dem FPÖ-Abgeordneten Sebastian Schwaighofer übermittelt hat. Für die Freiheitlichen ist die Sache klar: Was hier sichtbar werde, sei die direkte und langfristige Folge der Corona-Politik.
Besonders deutlich ist der Anstieg bei den Psychostimulanzien, die vor allem bei ADHS zum Einsatz kommen: Die Zahl der jungen Patienten kletterte von 14.000 auf 17.800. Bei den abgegebenen Packungen ging es in dieser Gruppe von 111.600 auf 143.000 nach oben – ein Sprung von fast 28 Prozent. Auch bei den Schlaf- und Beruhigungsmitteln (Hypnotika und Sedativa) legte die Zahl der Patienten von 1.600 auf 2.000 zu, ein Plus von 25 Prozent. Bei den Antipsychotika stieg sie von 8.200 auf 9.000, während die Antidepressiva mit 12.400 Patienten stabil blieben und die Anxiolytika (Angstlöser) sogar leicht zurückgingen.

Datenlücke: Billige Präparate fallen aus der Statistik
Ein wichtiger Vorbehalt aus dem Ministerium: Die Auswertung erfasst nur den niedergelassenen Bereich – Spitalsbehandlungen sind nicht enthalten. Zudem werden Medikamente mit einem Preis unter der Rezeptgebühr nur dann mit der Krankenversicherung abgerechnet, wenn der Patient rezeptgebührenbefreit ist. Da im Bereich der Psychopharmaka viele Präparate in dieses Preissegment fallen, liefern die Daten laut Ressort „nur ein eingeschränktes Bild”. Die tatsächlichen Zahlen dürften also höher liegen.
Schon 2021 schlugen Forscher Alarm
Dass die psychische Belastung der Jugend gerade in der Pandemie dramatisch war, zeigt ein Blick zurück. Bereits im Dezember 2021 hatte eine Studie des Departments für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit der Donau-Universität Krems für Aufsehen gesorgt:
Damals wiesen 62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Burschen eine mittelgradige depressive Symptomatik auf –
. Rund ein Fünftel der Mädchen und 14 Prozent der Burschen litten laut den österreichweit rund 1.500 befragten Schülern unter wiederkehrenden suizidalen Gedanken. „Die Belastungsgrenze der Jugendlichen ist weit überschritten”, warnte Studienautor Christoph Pieh damals – und sprach von „dringendem Handlungsbedarf”. Vier Jahre später zeigt die Verschreibungsstatistik, wie die Antwort des Systems auf diese Belastung vielfach aussieht.
FPÖ: „Psychisch krank gemacht und dann ruhiggestellt“

Für Anfragesteller Schwaighofer bestätigen die neuen Zahlen genau diesen Zusammenhang. Er zeigte sich „entsetzt” und sprach von einem „schockierenden Beweis dafür, dass eine ganze junge Generation psychisch krank gemacht wurde”.
Den Anstieg beziffert der FPÖ-Abgeordnete gegenüber 2019 mit 61 Prozent. „Zuerst hat man unsere Kinder und Jugendlichen mit Lockdowns, Schulschließungen und Maskenzwang psychisch krank gemacht, und jetzt stellt man sie mit einer Flut an Psychopharmaka ruhig”,
so Schwaighofer. Die Erklärungsversuche der Ministerin – von Klimawandel über soziale Medien bis zu internationalen Krisen – wischte er als „durchsichtige Nebelgranaten” beiseite: „Die Regierungen seit der Corona-Pandemie mit den restlichen Systemparteien haben eine ganze Generation seelisch schwer beschädigt und weigern sich bis heute, das einzugestehen.” Er verweist auch darauf, dass bereits 2021 Warnsignale vom Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH Wien „geflissentlich von ÖVP und Grünen ignoriert” worden seien. Schwaighofer fordert eine „sofortige, unabhängige und umfassende Aufarbeitung der Corona-Politik” sowie den massiven Ausbau nicht-medikamentöser Therapieangebote.
Ministerium sieht den Zusammenhang nicht

Genau diese Deutung teilt das Sozialministerium allerdings nicht. Der Anstieg habe bereits vor der Pandemie eingesetzt, ursächliche Zusammenhänge mit den Corona-Maßnahmen ließen sich aus den vorliegenden Daten „nicht ziehen”, heißt es in der Anfragebeantwortung. Als Erklärung führt Schumanns Ressort stattdessen mehrere andere Faktoren an: ein gestiegenes gesellschaftliches Bewusstsein für psychische Erkrankungen, eine geringere Stigmatisierung, einen besseren Zugang zur psychiatrischen Versorgung sowie anhaltende Belastungen durch internationale Krisen, Inflation, Klimasorgen und intensive Social-Media-Nutzung. Auf die Frage nach einer systematischen Corona-Aufarbeitung der psychischen Gesundheitsfolgen verwies die Ministerin auf die laufende Gesundheitsreform, in der erstmals ein eigenes Ziel zur psychosozialen Versorgung verankert worden sei.
Bleibt die Frage, die die Anfragebeantwortung offenlässt: Wenn schon die offiziellen Zahlen die Realität nur unvollständig abbilden – wie viele Kinder greifen tatsächlich zu Psychopharmaka?
Leserkommentare ………………………
„Autoritäre Politik“ im Sinne der Pharmaindustrie haben die Gesellschaft gespalten, vielen Kindern die Zukunft zerstört. Menschen umgebracht und extrem viel Impfschäden verursacht.
Im Gegensatz haben sich Entscheidungsträger – Experten -Ärzte – Maskendealer – Pharmazie u. deren Provisionsnehmer wie auch MEDIEN krumm und dämlich verdient!“
Aber wie sagte der ehemalige ungewählte Versager-Kanzler Nehammer: „Alkohol oder Psychopharmaka“! Das war wohl die einzige richtige Aussage dieses Herrn.
Wo ist der gegelte Schleimer Kurz mit seinen 100.000 Toten und der Herr Flex Nehammer, das sind Verbrecher für mich, mehr nicht. Die Kinder einsperren und die alten Menschen in den Pflegeheimen alleine sterben lassen. 🤬🤬🤬

Das war das größte Verbrechen an den Kindern der zweiten Republik und das aus Machtwahn, Kontrolle über das Volk und Geldmacherei, die alle gehörten Lebenslang eingesperrt.
In der Coronazeit wurden die autoritären Machtgelüste der sg Volksvertreter sichtbar.
Mit allen Kosequenzen. Sollte irgendwer in diesen Drecksparteien sw rt gn neo glauben, diese Schweinerein würden einfach vergessen werden täuscht ihr euch gewaltig.
Nicht die Plandemie sondern „Autoritäre Politik“ im Sinne der Pharmaindustrie haben die Gesellschaft gespalten, vielen Kindern die Zukunft zerstört.
Menschen umgebracht und extrem viel Impfschäden verursacht. Im Gegensatz haben sich Entscheidungsträger – Experten -Ärzte – Maskendealer – Pharmazie u. deren Provisionsnehmer wie auch MEDIEN krumm und dämlich verdient!“
https://exxpress.at/politik/corona-spaetfolgen-psychopharmaka-fuer-kinder-steigen/
