07.06.2026

IV-Präsident Georg Knill macht am Sonntag in der ORF-Pressestunde eine klare Ansage und spricht sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.

Österreich müsse deutlich stärker sparen und grundlegende Reformen angehen. Mit dieser Botschaft hat sich Industriellenvereinigung-Präsident Georg Knill am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“ zu Wort gemeldet.

Niveau weiterhin niedrig

Aus Sicht des Industrievertreters reicht der aktuelle Budgetkurs der Bundesregierung nicht aus. Zwar habe sich die wirtschaftliche Lage nach dem Ende der Rezession stabilisiert, das Niveau sei jedoch weiterhin niedrig. Gleichzeitig sieht Knill für Österreich als Exportnation große Chancen auf internationalen Märkten.

Diese Möglichkeiten würden derzeit aber nicht ausreichend genutzt. Als Gründe nennt er hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und zu viel Bürokratie. In internationalen Wettbewerbsvergleichen habe Österreich zuletzt an Boden verloren.

Besonders kritisch sieht Knill den geplanten Budgetpfad der Regierung. Das Ziel eines Defizits von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2028 sei zu wenig ambitioniert. Sein Ziel lautet dagegen: „Ein Nulldefizit“.

„Es wird hier nicht reiner Wein eingeschenkt“

Um dieses zu erreichen, müssten laut Knill weitere 15 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden. „Es wird hier nicht reiner Wein eingeschenkt offensichtlich. Wir brauchen ein wesentlich ambitionierteres Sparprogramm“, sagte der IV-Präsident. Zudem forderte er: „Wir müssen dieses Land radikal auf einen Reformkurs bringen.“

Ein zentraler Punkt seiner Vorschläge betrifft das Pensionssystem. Knill spricht sich für eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters aus.

Bis zum Jahr 2040 soll dieses seiner Ansicht nach von derzeit 65 auf 68 Jahre steigen. Das System müsse „an die Realität“ angepasst werden.

Positiv bewertet der IV-Chef die Pläne der Bundesregierung, die Lohnnebenkosten ab 2028 zu senken. Trotz gleichzeitig steigender Steuern und Abgaben für Unternehmen bringe dies unter dem Strich Vorteile für den Wirtschaftsstandort.

„Bürokratie-Lawine“

Scharfe Kritik übt Knill hingegen an der geplanten Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie. Der von Sozialministerin Korinna Schumann vorgelegte Entwurf führe aus seiner Sicht zu einer „Bürokratie-Lawine“. Österreichische Besonderheiten wie das Kollektivvertragssystem würden dabei nicht ausreichend berücksichtigt.

Beim Thema Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen verweist Knill auf unterschiedliche Arbeitszeiten und Branchen. Diese „strukturellen“ Faktoren würden einen großen Teil der Unterschiede erklären.

Grundsätzlich sieht Knill die zunehmende Bürokratie als eines der größten Probleme für den Standort Österreich. Die Umsetzung von Reformen verlaufe oft zu langsam.

Leserkommentare …………………………….

Bis 68 Jahre arbeiten mit Körperlichen Einschränkungen ( was normal ist) bedeutet oft im Krankenstand, viele Physiotherapien und oft auf Kur oder Reha und das belastet wieder massiv das Gesundheitssytem! Ob sich das rentiert🙏✝️

Das einzige was hilft aber keiner wahhaben möchte ist keine Mindestsicherung und Soziale Gelder mehr an Zuwanderer oder ins Ausland 🙏✝️

Wir wollen Neuwahlen!
FPÖ auf die 1!

Es ist eine Frechheit! Nach 45 Jahren körperlicher Arbeit ist ein Mensch an allen Gelenken verbraucht! Sehe das an meinem Mann! 45 Jahre nonstop mit 40 und teilweise mehr Wochenstunden:
Nun 68 Jahre alt:
1 Knieprothese,
1 Hüftprothese,
Links und rechts je eine Schulterplastikoperation!
Alles abgearbeitet, zerbröselt, Bänder gerissen und kaputt!
Ja, die Menschen leben Dank der Medizin länger, das ist richtig, aber deswegen hält der Körper der Arbeitsbelastung trotzdem maximal 45 Jahre stand!

Ich hoffe die 400000 Arbeitslosen sind ihm auch aufgefallen.

Asylantenerhalt mit reichlich Kindern nicht vergessen. Die kosten am Meisten.

herr knill da sie keinen sehr anstrengenden beruf haben können sie gerne bis 80 auch arbeiten

Quelle https://www.heute.at/t/georg-knill-120112590

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