08.11.2026
Nach einem schweren Unfall braucht Gabriele S. eine spezielle Beinprothese. Experten empfehlen sie, doch die PVA verweigert die Bewilligung.

„Zynisch!“
Für Gabriele S. ist jeder Arbeitstag eine Herausforderung. Nach einem schweren Verkehrsunfall musste der Pharmazeutin das rechte Bein amputiert werden. Trotzdem steht sie weiterhin in einer Apotheke im Berufsleben. Tausende Schritte legt sie dort täglich zurück, muss durch enge Gänge gehen und eine Wendeltreppe bewältigen.
Eine moderne Beinprothese könnte ihr den Alltag deutlich erleichtern. Doch ausgerechnet die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stellt sich quer.
Experten empfehlen Prothese – PVA sagt Nein

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die Prothese ermöglichte ihr laut AUVA einen sichereren und schonenderen Gang, besonders beim Treppensteigen und in engen Kurven. Auch ihre Wirbelsäule würde durch den gleichmäßigeren Bewegungsablauf entlastet.
„Alle haben einstimmig gesagt, dass ich für diese Prothese geeignet bin“, berichtete Gabriele S. in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“.
Gemeint waren Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker. Trotz dieser Empfehlung verweigerte die PVA die Bewilligung.
Neue Prothese beantragt – wieder abgelehnt
Die Pharmazeutin gab nicht auf und beantragte später das Nachfolgemodell der ursprünglich getesteten Prothese. Doch auch diesmal kam eine Absage. Eine ausführliche medizinische Begründung blieb laut Volksanwaltschaft aus. Im Schreiben der PVA war lediglich von einer „chefärztlichen Entscheidung“ die Rede.
Schließlich wandte sich Gabriele S. an die Volksanwaltschaft. Diese konfrontierte die PVA mit dem Fall. Doch auch Generaldirektor Wilfried Pinggera blieb bei der Ablehnung. Seine Begründung: Die gewünschte Prothese stelle eine „Überversorgung“ dar.
Volksanwalt Achitz ist empört
Für Volksanwalt Bernhard Achitz ist diese Entscheidung völlig unverständlich. Schließlich gehe es nicht um Luxus, sondern darum, dass die Frau weiterhin sicher und möglichst schmerzfrei arbeiten könne.
„Während eines Nachtdiensts muss sie ständig eine Wendeltreppe rauf- und runtergehen. Sie braucht diese Prothese, um sicherer zu gehen, weniger Schmerzen zu haben und ihre Wirbelsäule zu entlasten“, erklärt Achitz. Besonders die Begründung der PVA sorgt bei ihm für Kopfschütteln: „Hier von Überversorgung zu sprechen, ist fast zynisch.“
Achitz fordert deshalb eine stärkere Mitsprache der Versicherten in der Sozialversicherung. Ihre Bedürfnisse müssten Vorrang vor dem Spardruck bekommen.
Mit einer Frage bringt der Volksanwalt den Fall auf den Punkt: „Wenn Frau S. diese Prothese nicht bekommt – für wen soll sie dann überhaupt konstruiert worden sein?“
Leserkommentare …………………………………………………….
Das Gute Material wird Zurückgehalten für unsere Gäste.
Unglaublich wie seitens der PVA mit Patienten umgegangen wird! 😠
Traurig, wie Österreicher immer schlechter bei jeder Art von Leistung behandelt werden.
Der Typ in der PVA muss sofort fristlos gekündigt werden! Was für ein unmenschlicher Akt. Solche Leute werden von unserem Geld bezahlt!
Alles Geld für Asylanten und Ukraine aber nix für echte Einheimische………in der PVA sitzen nur noch Ungusteln
Die PVA will, dass sie sich die Prothese selbst bezahlt. So wie auch die Rollstühle.
Mitarbeiter der SVA bekommen alles, was sie fordern.
Die pva hat den Auftrag zu sparen. Natürlich bei kranken betagten Bürgern die trotz handycap arbeiten müssen um sich ihren Lebensstandard leisten zu können.
Es werden alle Ukranier, Landnehmer was noch nie was eingezahlt haben jeden einzelnen Österreicher vorgezogen.
Wo kommt eigentlich das Geld für den offensichtlich völlig überzogenen Gehalt der Herrn Generaldirektor her.
Quelle https://www.heute.at/s/pva-schlaegt-perfekte-prothese-vor-lehnt-sie-dann-ab-120278419
