14.09.2026

Österreich altert – und mit jedem Jahr wächst der Druck auf das Pensionssystem. Über 30 Milliarden Euro schießt der Bund mittlerweile jährlich aus Steuergeld zu, um die Auszahlungen zu sichern. Während Wirtschaftsexperten eine Anhebung des Antrittsalters für alternativlos halten, stellt sich für die Beschäftigten eine ganz andere Frage: Wie lange wollen und können Sie überhaupt im Berufsleben stehen?

Arbeiten bis ins hohe Alter: Wird aus der Ausnahme bald die Regel?

Vorweg: Das österreichische Pensionssystem war nie darauf ausgelegt, sich rein über die laufenden Beiträge selbst zu tragen. Doch der demografische Wandel hat das 1956 eingeführte Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) von einem soliden Generationenvertrag in eine finanzielle Zeitbombe verwandelt.

Kamen Mitte der 1950er-Jahre noch rund vier bis fünf Erwerbstätige auf einen Pensionisten, liegt das Verhältnis heute nur noch bei etwa 1,7 zu 1. Das gesetzliche Antrittsalter von 65 Jahren für Männer und 60 Jahren für Frauen blieb dabei, bis auf die schrittweise Angleichung der Frauen, über Jahrzehnte unangetastet.

Für viele Stimmen aus Wirtschaft und Politik scheint ein späterer Pensionsantritt die einzig logische Stellschraube zu sein.

Doch die Realität am Arbeitsmarkt zeichnet ein anderes Bild:

Über 375.000 Menschen sind derzeit beim AMS als arbeitslos oder in Schulung gemeldet – dem stehen bundesweit nur rund 86.000 offene Stellen gegenüber.

Besonders für ältere Arbeitnehmer wird die Luft oft dünn:

Wer mit über 50 den Job verliert, bleibt oft überdurchschnittlich lange ohne neue Anstellung. Dazu kommt die körperliche Belastung in vielen Branchen.

Was nützt also ein höheres Antrittsalter auf dem Papier, wenn ältere Arbeitskräfte in der Praxis kaum eingestellt werden oder die Gesundheit vorher nachgibt?

Wie stehen Sie zu einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters? Könnten Sie sich vorstellen, bis 67 oder noch länger zu arbeiten, wenn Anreize wie Steuererleichterungen stimmen? Oder zählt für Sie jeder Monat früher im Ruhestand?

Leserkommentare …………………………………..

Heute habe ich bei einen großen Friedhof auf das Alter der Verstorbenen geschaut. Es sind extrem viele die nicht einmal 60 geworden sind. Ich will eine Pension erleben.

die wollen dass wenn wir in Pension gehen, so schnell wie möglich das zeitliche segnen…

am besten am letzten Arbeitstag 🤔

Die Statistik sagt das in Österreich rund 80% der Firmen KEINE Mitarbeiter über 60 Jahre eingestellt haben…so gesehen ist die ganze Diskussion rund um diese Thema mehr als müßig…🙄

Es bringt absolut nix das Pensionsantrittsalter hochzuschrauben.
Welche Betriebe stellen gerne über 50jährige ein? Ganz zu schweigen von über 60jährigen…

Bis die Volksseele kocht

In vielen Berufen ist es körperlich oder intellektuell nicht möglich, so lange zu arbeiten! Dieser Vorschlag ist unrealistisch!

Wir haben in Österreich mit 340 Millionen eine fünf mal höhere Parteienförderung wie in der EU üblich,
aber bei den Pesionen will man einsparen?
Nur ein Beispiel von vielen was in Österreich schief läuft! XXX FPÖ

45 Jahre sind genug! Keinen Tag länger!

es sollte ein Grundrecht sein, nach 45 Jahren Arbeitsleben in den Ruhestand gehen zu dürfen! XXX FPÖ

Quelle https://www.krone.at/4294742

Schreibe einen Kommentar