12.09.2026

Ein Niederösterreicher wartet auf eine Umschulung, muss davor aber einen AMS-Kurs besuchen. Dort dürfe er sogar „Golf spielen oder spazieren gehen“.

Bewerbungen schreiben, obwohl eine Umschulung bevorsteht, oder Aktivitäten wie Golf, Tischtennis und Spaziergänge: AMS-Kurse sorgen bei Betroffenen immer wieder für Unverständnis. Doch wie entscheidet das Arbeitsmarktservice eigentlich, wer welche Schulung besuchen muss?

Ein junger Niederösterreicher schildert gegenüber der „Kronen Zeitung“ etwa, dass er aus gesundheitlichen Gründen seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben könne und auf einen Umschulungskurs warte. Bis dahin müsse er allerdings eine andere Schulung absolvieren.

AMS-Schulungen: „Was ich hier mache? Zeit absitzen!“

Dort soll er Bewerbungsschreiben verfassen, diese wegen der geplanten Umschulung aber nicht verschicken dürfen.

Später dürften die Teilnehmer laut seiner Schilderung sogar „Golf und Tischtennis spielen oder spazieren gehen“, heißt es im Bericht der Tageszeitung.

Sein Vorwurf: Damit werde lediglich die Arbeitslosenstatistik geschönt.

AMS weist Vorwurf zurück

Tatsächlich gelten Personen während einer Schulung nicht als arbeitslos. Das AMS führt diese Gruppe allerdings gesondert an. Dass Kurse vergeben würden, um die Statistik zu beeinflussen, weist AMS-Sprecherin Martina Fischlmayr zurück.

„Ein Kurs wird nicht zugewiesen, weil dort noch freie Plätze sind oder man statistische Werte verändern möchte. Maßgeblich ist, dass die Chancen auf eine Arbeitsstelle für die Person aus unserer Sicht verbessert werden“, entgegnet Fischlmayr in der „Krone“.

Dabei könne die Einschätzung des AMS durchaus von jener des Betroffenen abweichen. Ihr Rat: „Deshalb ist es wichtig, Bedenken frühzeitig im Beratungsgespräch zu äußern und nachvollziehbar zu begründen.“

Ablehnung kann Arbeitslosengeld kosten

Wer eine vorgesehene Maßnahme ohne wichtigen Grund ablehnt oder deren Erfolg vereitelt, muss mit Konsequenzen rechnen. Der zeitweise Verlust des Arbeitslosengeldes ist für solche Fälle gesetzlich vorgesehen.

Gleichzeitig müssen die Inhalte einer Schulung laut AMS einen klaren Zusammenhang mit dem jeweiligen Kursziel haben.

Das Arbeitsmarktservice kontrolliert die Angebote auch unangekündigt und prüft, ob die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfolgreich sind. Kurse können gegebenenfalls auch beendet werden.

Bewerbungskurse auch für Erfahrene

Beschäftigungstherapie für die Massen oder sinnvolle Weiterbildung? Obwohl das AMS gute Schulungen im Programm hat, werden Zigtausende jährlich mit Billigkursen abgespeist.

Selbst für Menschen über 50 mit langjähriger Berufserfahrung können Bewerbungsschulungen aus Sicht des AMS sinnvoll sein. Das gelte besonders dann, wenn jemand viele Jahre beim selben Unternehmen beschäftigt war.

Der Grund dafür ist laut AMS einfach: Viele Wege und Abläufe bei Bewerbungen haben sich im Laufe der Jahre deutlich verändert.

Leserkommentare …………………………

Jetzt zahlen wir noch Edelkurse mit unseren Steuern?
Was für ein schlechter Witz

Da wird’s bald noch mehr Kurse geben müssen. Unsere 3 Untergeher in der Regierung schicken ältere Frauen ungebremst ans AMS statt in Pension.

In solchen Kursen sitzt alles was es gibt. Von der Klofrau, die noch nicht mal weiss wo ein PC angeschaltet wird bis zum Manager. Und alle sollen nicht in der Statistik sein.

Das AMS ist schon lange keine Hilfe mehr für Menschen die adäquate passende Arbeit suchen? Beamte die kontrollieren und schikanieren…aber gute Jobs haben die nicht!?

das AMS ist auch so ein Sumpf!

Jeder weiß, dass die AMS-Kurse von Freunderln der Regierung abgehalten werden. Da fließt viel Geld in alle Richtungen.

Ein AMS -Kurs dient nur dem Institut, nicht den Arbeitslosen.

Quelle https://www.heute.at/s/gehen-im-ams-kurs-spazieren-arbeitsloser-packt-aus-120251031

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