30. September 2026
Österreichs Staatsschulden wachsen weiter: Ende Juni 2026 lag der öffentliche Schuldenstand bei 438,9 Milliarden Euro. Allein seit Jahresbeginn kamen 20,5 Milliarden Euro hinzu. Auch die Schuldenquote kletterte deutlich.

Wie aus den vorläufigen Zahlen von Statistik Austria hervorgeht, stieg die Schuldenquote von 80,7 auf 83,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Gleichzeitig lag das öffentliche Defizit im ersten Halbjahr bei 11,1 Milliarden Euro. Das entspricht 4,3 Prozent des BIP.
Damit ist das Defizit zwar niedriger als im ersten Halbjahr 2025, als es noch 13,7 Milliarden Euro betrug. Es bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Bei den Staatseinnahmen gab es im ersten Halbjahr einen Zuwachs von 4,2 Prozent. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Milliarden auf 129,7 Milliarden Euro.
Die Staatsausgaben legten dagegen um 1,9 Prozent beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro auf 140,9 Milliarden Euro zu.
„In der ersten Jahreshälfte 2026 sind die Staatseinnahmen Österreichs um 4,2 % auf 129,7 Mrd. Euro gestiegen – stärker als die Staatsausgaben mit einem Plus von 1,9 % auf 140,9 Mrd. Euro“, erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Sozialbeiträge legen kräftig zu

Staatsverschuldung steigt um 20,5 Mrd. Euro in sechs Monaten
Rund 85,7 Prozent der gesamten Staatseinnahmen stammen aus Steuern und Sozialbeiträgen.
Die Steuereinnahmen stiegen um 3,2 Prozent. Deutlich stärker legten die Sozialbeiträge mit 5,3 Prozent zu. Bei der Lohnsteuer fiel das Wachstum mit 3,1 Prozent moderater aus.
Rückgänge gab es unter anderem bei den Einnahmen aus Energieabgaben und Mineralölsteuer. Gleichzeitig stiegen die Produktionserlöse des Staates um 5,4 Prozent, die Vermögenseinkommen sogar um 14,4 Prozent. Auch bei den Ausgaben zeigt sich eine gebremste Entwicklung. Die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst stiegen um 1,3 Prozent, die monetären Sozialleistungen um 2,7 Prozent.
Vor allem niedrigere Ausgaben für Pensionen bremsten das Wachstum.
Die Subventionen blieben mit 3,9 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Deutlich gestiegen sind hingegen die Zinsausgaben: Sie erreichten im ersten Halbjahr 4,3 Milliarden Euro.
Bund trägt größten Schuldenbrocken

Schulden-Rekord! Loch im Staatsbörsel wird immer größer
Den größten Anstieg verzeichnete der Bundessektor. Seine Verbindlichkeiten stiegen um 20,5 Milliarden Euro auf 379,1 Milliarden Euro.
Allein zur Finanzierung des laufenden Defizits von 12,2 Milliarden Euro musste der Bund zusätzliche Mittel aufnehmen. Gleichzeitig wurde ein größerer Liquiditätsbestand aufgebaut.
Auch die Länder und Gemeinden verzeichneten Veränderungen. Der Landessektor erhöhte seine Schulden leicht um 0,2 Milliarden Euro auf 31,7 Milliarden Euro, erzielte im ersten Halbjahr aber einen Überschuss von rund 0,9 Milliarden Euro.
Wien mit starkem Schuldenanstieg
Bei den Gemeinden stiegen die Verbindlichkeiten um 1,7 Milliarden Euro auf 28,6 Milliarden Euro. Der größte Teil dieses Anstiegs entfiel auf Wien einschließlich seiner außerbudgetären Einheiten.
Die Verschuldung der Bundeshauptstadt und ihrer außerbudgetären Einheiten nahm um 1,4 Milliarden Euro zu.
Der Gemeindesektor insgesamt wies im ersten Halbjahr ein Defizit von rund 1,4 Milliarden Euro auf. Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei der Sozialversicherung. Dort gingen die Verbindlichkeiten zurück. Vorläufig ergibt sich für das erste Halbjahr sogar ein Überschuss von 1,5 Milliarden Euro.
Statistik Austria weist allerdings darauf hin, dass es in diesem Bereich regelmäßig starke unterjährige Schwankungen durch kurzfristige Finanzierungen gibt. Eine Rolle spielen unter anderem die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten.
Von den insgesamt 438,9 Milliarden Euro Staatsschulden entfielen Ende Juni:
- 391,4 Milliarden Euro auf Anleihen
- 45,4 Milliarden Euro auf Kredite
- 2,1 Milliarden Euro auf Einlagen
Damit ist klar: Österreichs Schuldenstand ist im ersten Halbjahr 2026 erneut kräftig gestiegen. Gleichzeitig konnte das Defizit gegenüber dem Vorjahr zwar reduziert werden – die Schuldenquote kletterte jedoch weiter nach oben.
Leserkommentare ………………………….
ÖVP und SPÖ – koste es, was es wolle. Und wir verschenken unser Steuergeld auch quer um den ganzen Globus, inklusive um als neutrales Land einen Krieg zu unterstützen.
Millionen nach Brüssel Millionen für Asylwerber Millionen für NGO Millionen für Politiker.
Ich hoffe nicht ,daß es zur ganz großen Katastrophe kommt,denn dann wirds für uns alle böse enden !
Das kann niemand mehr zurückzahlen,nicht mal mehr die Zinsen.
Diese unfähige Regierung haut das Geld in aller Welt beim Fenster raus und lässt sich von Brüssel auch noch willig abzocken!
Der Finanzminister beschäftigt sich nur mit dem Erfinden von neuen Steuern, Abgaben, mit denen er die Bevölkerung noch mehr belastet!
So wird das nichts, es wäre höchste Zeit für personelle Veränderungen in der Rgierung, durch kompetente Leute, damit Österreich nicht vor die Hunde geht! XXX FPÖ
Die geballte Wirtschaftskompetenz von ÖVP und SPÖ – koste es, was es wolle. Und wir verschenken unser Steuergeld auch noch quer um den ganzen Globus, inklusive um als neutrales Land einen Krieg zu unterstützen.
Quelle https://exxpress.at/economy/schulden-hammer-oesterreich-sitzt-auf-4389-milliarden-euro/
