04.05.2026
Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt weiter, vor allem Langzeitbeschäftigungslose sind betroffen. Nur wenige Regionen verzeichnen Rückgänge.

Die Lage auf dem österreichischen Arbeitsmarkt hat sich im April nicht erholt – ganz im Gegenteil. Laut neuesten Zahlen des Ministeriums liegt die Arbeitslosigkeit zum Ende des Monats mit 320.316 Personen um +8.478 bzw. +2,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt steigt die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden auf 398.342 Personen (+5.711 bzw. +1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Ein besonders großes Problem bleibt die Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Immer mehr Menschen finden über längere Zeit keinen neuen Job:
Ende April 2026 sind bereits 103.322 Personen langzeitbeschäftigungslos – das ist ein Plus von 12.151 Personen bzw. 13,3 Prozent zum Vorjahr. Im Schnitt dauert es jetzt 134 Tage, bis man wieder Arbeit findet, das sind zehn Tage mehr als noch vor einem Jahr.
Vor allem Ältere betroffen
Besonders betroffen sind Menschen ab 50 Jahren (43 Prozent) und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (50 Prozent). Insgesamt machen Langzeitbeschäftigungslose jetzt schon 32 Prozent aller beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen aus.
„Eine aktive Arbeitsmarktpolitik bleibt auch in budgetär herausfordernden Zeiten zentral, um insbesondere langzeitarbeitslosen Menschen durch Qualifizierung und gezielte Maßnahmen wieder Perspektiven zu eröffnen. Niemand darf den Anschluss an den Arbeitsmarkt verlieren“, unterstreicht Arbeitsministerin Korinna Schumann deshalb.
„Jede und jeder soll die Chance auf eine neue Perspektive am Arbeitsmarkt bekommen.
Dafür setzen wir trotz des allgemeinen Spardrucks gezielt Offensivmaßnahmen für den Arbeitsmarkt und investieren auch in Zukunft dort, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird. Denn klar ist für mich eines: Niemand darf zurückgelassen werden.“
Kleiner Lichtblick
Trotz der schwierigen Wirtschaftslage gibt es aber auch einen Lichtblick: Die Beschäftigung entwickelt sich wieder etwas besser und liegt laut Schätzungen um rund 23.000 Dienstverhältnisse über dem Niveau vom Vorjahr.
Die Arbeitslosigkeit steigt aber derzeit in allen Altersgruppen.
Regional sieht die Lage unterschiedlich aus: In Kärnten (-2,2 Prozent) und Oberösterreich (-0,7 Prozent) konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit als einzige Bundesländer gestoppt werden. Auffallend sind auch Unterschiede zwischen den Personengruppen: Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen zuletzt um 6 Prozent gestiegen ist, stagniert sie bei Männern. Die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht um 675 Personen bzw. 2,1 Prozent gestiegen.
Auch nach Staatsbürgerschaft gibt es Unterschiede: Die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft steigt nur um 0,7 Prozent, bei Inländern jedoch um 4,2 Prozent.
Leserkommentare …………………………
Ist die Wirtschaft ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert – vom Geld der letzten Steuerzahler (sprich AMS).
Und unsere ungebetenen Gäste aalen sich im Geldregen.
100e Bewerbungen und kein Vorstellungsgespräch sind für Menschen mit Behinderung Normalität.
Die Einheimischen werden vom Arbeitsmarkt verdrängt.
Was suchen denn Firmen? Jung, dynamisch, SAP und 5 Sprachen, und möglichst grad aus der Schule.
und für 1500 Brutto
Wenn man sich für einen Job bewirbt, der eher einfach ist ist man überqualifiziert. Für einen passenden zu teuer.
kein Wunder. Laufend sperren Betriebe zu, weil die Produktion in der EU aus den verschiedensten Gründen (Energiepreise, Steuern, Green Deal, CO2 Steuern……) nicht mehr lohnt.
Kein Job mit 53. Ich bewerbe mich laufend. Lehrabschluss, Matura, SVP und Brandschutzbeauftragter. Seit 1,5 Jahren daheim. Langsam geht auch mir das Geld aus.
Was soll er noch machen auf die Knie gehen und betteln?
das AMS züchtet arbeitslose….aufgabe vom -AMS ist es die vielen Anbieter von deppenkursen zu bedienen
egal wie die alle heißen, haben immer das gleiche Konzept, sauteuer und wenig Nutzen für die Allgemeinheit
egal wer ob Jobbörsen oder BBrz, BFI FAB und alle anderen,….in OÖ ist es die AK die das AMS beeinflußt denn das gehört alles zur AK/ÖGB dazu…….
Quelle https://www.heute.at/s/oesterreicher-sind-immer-laenger-arbeitslos-120190457
