15. August 2026
Moderne Fahrzeuge sammeln ohnehin massenhaft Daten. Künftig müssen Hersteller diese an deutsche Geheimdienste weitergeben. Was als Sicherheitsmaßnahme verkauft wird, ist ein weiterer Baustein der digitalen Kontrolle.

Das Bundeskabinett hat eine weitreichende Reform des Nachrichtendienstrechts beschlossen. Darin vorgesehen ist, dass Autohersteller und teilweise auch Werkstätten Telemetriedaten moderner Fahrzeuge an den Bundesnachrichtendienst (BND) und den Verfassungsschutz herausgeben müssen. Die Welt berichtet darüber unter dem Titel „Wertvolle Daten: Das eigene Auto spioniert künftig für BND und Verfassungsschutz“.7
Selbst der Welt scheint das nicht mehr ganz geheuer zu sein:

Moderne Autos erfassen ohnehin eine Fülle von Informationen: GPS-Positionen, gefahrene Strecken, Kilometerstand, Abstellorte, Zündzyklen, Tank- oder Ladestand, Gurtstraffungen und vieles mehr.

Diese Daten werden oft bereits an die Hersteller übermittelt. Künftig sollen die Geheimdienste darauf zugreifen können – in der Regel ohne Wissen des Fahrzeughalters. Aus den Daten lassen sich detaillierte Bewegungs- und Nutzungsprofile ableiten.
Der Weg dorthin: Kamera-Überwachung als Vorstufe

Bereits im Juli 2026 wurde die Fahrerüberwachung in neuen Autos in der EU Pflicht. Seit dem 7. Juli müssen alle neu zugelassenen Pkw, Transporter, Lkw und Busse mit Innenraumkameras und Sensoren ausgestattet sein, die den Fahrer in Echtzeit auf Ablenkung und Müdigkeit überwachen.
Diese Systeme – offiziell Advanced Driver Distraction Warning (ADDW) – nutzen Infrarotkameras, die Gesicht, Augenbewegungen und Kopfhaltung analysieren. Was als Sicherheitsmaßnahme gegen Unfälle verkauft wird, schafft die technische Infrastruktur für eine permanente Verhaltensüberwachung im Fahrzeuginnenraum. TKP hat bereits im Juli gewarnt, dass dies ein „Marsch in die digitale Diktatur“ ist.
Die Argumentation folgt dem bekannten Muster: Zuerst kommt die „Sicherheit“ (Müdigkeitserkennung), dann die Ausweitung auf Insassen, und schließlich der Zugriff von Behörden und Geheimdiensten auf die gesammelten Daten. Die Hardware ist bereits verbaut – Software-Updates und gesetzliche Änderungen machen den Rest.
Vom Fahrzeug zum Bewegungsarchiv

Die geplante Reform macht aus dem privaten Auto ein potenzielles Überwachungsinstrument. GPS-Verläufe, Nutzungsintensität und sogar die Zahl der Fahrer werden zu nachrichtendienstlich verwertbaren Informationen.
Der Betroffene erfähren in der Regel nichts davon, und Hersteller sowie Werkstätten sollen zur Geheimhaltung verpflichtet werden. Eine nachträgliche gerichtliche Kontrolle wird damit erheblich erschwert.
Dies fügt sich nahtlos in den Trend der totalen Digitalisierung und Datenverfügbarkeit ein.
Was mit Smartphones begann, setzt sich im Auto fort – dem Ort, an dem viele Menschen noch eine gewisse Privatsphäre vermuten.

Die Kombination aus verpflichtenden Innenraumkameras und dem Zugriff der Geheimdienste auf die Telemetriedaten schafft eine Infrastruktur, die weit über den ursprünglichen Sicherheitszweck hinausgeht.
Auf dem Weg in den Krieg
Die Befürworter sprechen von notwendigen Anpassungen an hybride Bedrohungen und einer Stärkung der Nachrichtendienste. Das alles ist lächerlich, denn es ist auf Russland gemünzt, das von europäischen Staaten mehrfach überfallen wurde, allen voran von Deutschland gleich zweimal. Mit False Flag Operationen wie zuletzt in Leipzig mit der Drohne an dem von der Ukraine genutzten Militärflughafen, versucht man sich Richtung Spannungsfall zu manövrieren um die Demokratie abschaffen zu können und die Abwahl der herrschenden Politiker und Parteien zu verhindern.
Auf jeden Fall geht es um schleichende Entmündigung und umfassende Kontrolle: Der Bürger wird zum gläsernen Objekt, dessen Bewegungen, Gewohnheiten und Verhaltensmuster jederzeit abrufbar sind.

Wer kontrolliert die Kontrolleure? Und wie lange dauert es, bis aus „erheblich beobachtungsbedürftigen Bedrohungen“ der Alltag jedes Bürgers wird?
Die Entwicklung ist kein Zufall. Sie ist Teil einer umfassenderen Transformation, in der technische Infrastruktur und gesetzliche Befugnisse Hand in Hand gehen. Das Auto, einst Symbol individueller Freiheit, wird zum Spion im eigenen Besitz.
Wer noch ein älteres Fahrzeug ohne ständige Konnektivität und Kameras fährt, genießt vorerst einen Vorsprung an Privatsphäre.
Doch der Trend ist klar: Die digitale Kontrolle rollt weiter – und das eigene Auto macht mit. Und eines ist auch klar: Die EU haut ständig neue Regelungen raus, die es ihnen erlauben, Autos ohne die gewünschte Totalüberwachung, aus dem Verkehr zu ziehen und verschrotten zu lassen.
Rechenzentren für die Auto-Überwachung: Die Infrastruktur des gläsernen Bürgers

Wenn jedes Fahrzeug künftig kontinuierlich Daten an Hersteller, Verfassungsschutz und BND liefert, stellt sich eine technische Frage:
Wo sollen diese Datenmengen überhaupt hin?
Die Antwort ist unbequem – und zeigt, dass hinter der „Fahrerassistenz“ längst eine gigantische Überwachungsinfrastruktur entsteht.
Die schiere Datenmenge: Eine grobe Einordnung
Moderne Fahrzeuge erzeugen laut gängigen Branchenangaben mehrere Gigabyte pro Fahrstunde – je nach Ausstattung mit Kameras, Radar, Lidar und Telemetrie. Selbst ohne die High-End-Sensorik eines vollautonomen Fahrzeugs gilt:
Bei nur einer Million betroffener Fahrzeuge – ein Bruchteil des deutschen Bestands von über 48 Millionen Pkw – landet man schnell im Bereich von mehreren Petabyte pro Jahr, allein für Rohdaten. Und das ist nur Deutschland.
Was das an Infrastruktur bedeutet
Für eine flächendeckende Erfassung braucht es weit mehr als ein paar Server im Keller des BND:
- Massenspeicher: Petabyte- bis Exabyte-Systeme. Die Geheimdienste müssten ihre Speicherkapazitäten um Größenordnungen aufstocken – was sie, wie Berichte über den Ausbau von BND-Rechenzentren nahelegen, längst tun.
- Rechenleistung für Analyse: Bewegungserkennung, Musteranalyse, Standortverfolgung über Zeit. Das erfordert Hochleistungs-Cluster mit massiver GPU- und CPU-Kapazität.
Netzwerk-Backbone: Die Übertragung von mehreren Terabyte pro Fahrzeug und Jahr erzeugt einen Datenstrom, der nur über breitbandige, redundante Anbindungen zwischen Herstellern und Behörden zu bewältigen ist. Online dient die 5G- und die geplante 6G-Infrastruktur
Verknüpfungsdatenbanken: Die eigentliche Macht liegt nicht im Speichern, sondern im Zusammenführen – Autodaten mit Handydaten, Kreditkartendaten, Melderegisterdaten. Das erfordert gewaltige Graph-Datenbanken und Analyse-Plattformen.
Das wird offenbar von der wachsenden Zahl der Hyperscale-Rechenzentren zur Verfügung gestellt, die möglicherweise auch gleich die Datenspeicherung übernehmen. Also, ja es sind KI-Rechenzentren, aber im Dienste von Geheimdiensten und Militär, sowie generell des Herrschaftsapparates.
Der Energiehunger

Rechenzentren dieser Größenordnung sind Energiefresser. Ein modernes Hyperscale-Rechenzentrum zieht so viel Strom wie eine Kleinstadt. Für die dauerhafte Speicherung und Auswertung von Fahrzeugdaten in Milliardenhöhe wären mehrere hundert Megawatt Dauerlast realistisch – und das bei ständig wachsendem Bedarf.
Dass zeitgleich über „Stromknappheit“ und „Energiewende“ diskutiert wird, während der Staat massiv in Überwachungsinfrastruktur investiert, ist eine jener Ironien, über die niemand mehr lachen kann.
Der entscheidende Punkt
Die Notwendigkeit von riesigen Rechenzentren entlarvt die Lüge vom „harmlosen Sicherheitsfeature“. Kein Konzern und keine Behörde baut Petabyte-Speicher und Hochleistungsrechenzentren auf, um Müdigkeit zu erkennen. Wer diese Infrastruktur hochzieht, will etwas anderes: die vollständige, lückenlose, dauerhafte Erfassung des Bürgers – im Auto, unterwegs, überall.
Die Kamera im Cockpit ist nur das Endgerät. Das eigentliche System steht in den Rechenzentren. Und es wächst bereits.
Kommentare …………………………….
Beim Mechaniker unterschrieb ich, dass meine Daten nicht nach Brüssel gemeldet werden dürfenDasxmuss man verlangn.
Ja, ich fahre mit meinem Spucki jetzt solange, bis es auseinanderfällt.
Neue Autos als Überwachungsmaschinen und zunehmende Beschränkungen für ältere Autos … um diesem Dilemma zu entgehen, machte ich mich mal in Bezug auf Zulassung als historisches Fahrzeug schlau.
Ein Überwachungssystem, das nicht einmal versteht, was es überwacht? Das ist nicht Fortschritt, das ist ein Rückfall in die digitale Alchemie.
Die NSA, die GCHQ, das GCSB, das ASD und das CSE haben die Totalüberwachung längst implementiert und Zugriff auf alles. Bitte Snowden nicht vergessen.
Der Mensch ist nur Vieh für die Psychopathen, die die Welt beherrschen.
