05.03.2026

„Heimlich still und leise“ soll die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ihre Leistungen gekürzt haben: So fällt etwa ein Zuschlag beim Krankengeld weg, beim Zahnersatz steigen die Selbstbehalte. Informiert wurden die Versicherungsnehmer dazu allerdings nicht …

Die Österreichische Gesundheitskasse steht unter Spardruck – nun werden weitere Leistungen gekürzt.

Viel Aufregung herrscht um die für Mai angekündigten Veränderungen rund um die Finanzierung von Krankentransporten in Österreich. Die ÖGK streicht ja die Zuschüsse für die Sekundärtransporte. Aber nicht nur dabei spart sie künftig ein, wie die „Krone“ erfuhr. Auch andere Leistungen werden bzw. wurden bereits gekürzt. Und das offenbar still und heimlich, der Beschluss fiel nämlich bereits Ende Februar. Auf der ÖGK-Website ist davon aber noch nichts zu lesen.

Diese Kassenleistungen wurden und werden gekürzt

Eine der Änderungen betrifft etwa den Familienzuschlag beim Krankengeld. Dieser Zuschlag in Höhe von zehn Prozent wurde bisher ab dem 43. Tag eines Krankenstands ausbezahlt, wenn Versicherte Angehörige zu versorgen haben. Seit1. März ist diese Regelung gestrichen. Besonders betroffen sind Familien mit Alleinverdienern oder Alleinerzieherinnen, die bei längeren Krankenständen nun weniger Geld erhalten.

Auch bei Zahnersatz muss man künftig tiefer in die Tasche greifen.

Ab 1. Mai steigt der Selbstbehalt für medizinisch notwendigen Zahnersatz von 25 auf 30 Prozent. Bei einer Behandlung im Wert von 5000 Euro würde das für Betroffene rund 250 Euro Mehrkosten bedeuten.

Weitere Änderungen betreffen, wie berichtet, Krankentransporte.

Diese sollen künftig ja nur noch bei bestätigter Gehunfähigkeit bewilligt werden. Gründe wie fehlende öffentliche Verkehrsmittel oder eine fehlende Begleitperson sollen künftig nicht mehr ausreichen.

Auch bei der Kieferregulierung kommt es zu Einschränkungen. Zwei Diagnosen werden aus dem Leistungskatalog gestrichen, zudem auch Kostenzuschüsse für bestimmte außervertragliche Leistungen. Dadurch könnte es für Familien schwieriger werden, eine Zahnspange vollständig über die Kasse finanziert zu bekommen. 

Zusätzlich wird beim verlängerten Krankengeld eine weitere verpflichtende Begutachtung eingeführt. Versicherte müssen künftig zwischen der 63. und 67. Woche ihres Krankenstandes eine zusätzliche ärztliche Untersuchung absolvieren.

Heimlich, still und leise wurden ÖGK-Leistungen gekürzt und Selbstbehalte erhöht – und das ohne die Öffentlichkeit anständig darüber zu informieren!

Grüne Kritik an „heimlicher“ Änderung
„Den Kranken und Versicherten im Land wird von der ÖGK schon wieder ins Börserl gegriffen, mit aktiver Unterstützung der SPÖ in Person der zuständigen Ministerin Schumann. Heimlich, still und leise wurden ÖGK-Leistungen gekürzt und Selbstbehalte erhöht – und das ohne die Öffentlichkeit anständig darüber zu informieren“, ärgert sich Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen, über die Änderungen der ÖGK-Satzung Ende Februar.

Denn veröffentlicht wurden die Kürzungen und höheren Selbstbehalte, die teilweise sogar bereits seit 1. März gelten, nirgends außer im RIS-System, das in der Bevölkerung kaum bekannt ist. „Dass die Österreicherinnen und Österreicher keinerlei Information erhalten haben, dass sie wieder einmal verstärkt zur Kasse gebeten werden, ist inakzeptabel. Leistungen kürzen und gleichzeitig vom ,Kampf gegen die Zwei-Klassen-Medizin‘ reden, das passt nicht zusammen“, so Schallmeiner. Die Satzungsabänderung wurde offiziell vom Gesundheitsministerium abgesegnet, allerdings sei das nur ein Formalakt: „Die ÖGK ist ein Selbstverwaltungskörper. Wir dürfen solche Abänderungen nur ablehnen, wenn sie rechtswidrig oder grob zweckwidrig sind“, erklärt Martin Mandl, Pressesprecher von Gesundheitsministerin Korinna Schumann.

Seitens der ÖGK argumentiert man die Kürzungen mit Finanzierungsdruck und Spardruck.

Man habe zwar das prognostizierte Defizit von einer Milliarde auf eine halbe Milliarde reduziert, allerdings müsse weiter evaluiert werden, wie die finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen, eingesetzt werden. „Gleich nach den Beschlüssen wurden sowohl die rechtliche und organisatorische Umsetzung aufbereitet, als auch Informationen an die betroffenen Stellen aufgesetzt“, heißt es seitens der ÖGK. Nun würden sie aber „in Tranchen an die zuständigen Stellen“ gehen.

Leserkommentare ……………………………

wie wäre es wenn man alle die nie eingezahlt haben raus werfen würde. dann brauchen wir keine erhöhung. wir zahlen sowieso schon zuviel.

Früher nannte man so einen Verein „Raubritter“

wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

An dieser kranken Kasse hat sich überhaupt nichts geändert!
Wir müssen immer mehr zahlen, damit wir weniger Leistungen erhalten. Und die anderen bekommen Rundumservice zum Nulltarif!

Einfach traurig was aus der einstigen SPÖ geworden ist. Die Leute die arbeiten werden bestraft. Leute die noch keinen Euro in das Sozialstaat eingezahlt haben werden auch voll mit finanziert.

Hauptsache 250 Manager in der ÖGK verdienen Millionen und leben in Luxus mit unseren Abgaben.

Mich wundert es nicht, dass die ÖGK pleite ist.

Bei den vielen Personen die ohne jemals einen Beitrag in die Versicherungen einbezahlt haben, die aber mitversorgt werden müsssen, wird das Geld bei der ÖGK knapp. Ist doch logisch, oder?

Würde man bei den Neuankömmlingen und Nichteinzahlern endlich auch mal diese Gebühren in Rechnung stellen, dann hätte die ÖGK kein Defizit!

Die grössere frechheit ist aber, das diese personen weiterhin alles gratis bekommen, während wir mehr bezahlen…..XXX FPÖ


Quelle https://www.krone.at/4066789


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