23. Februar 2026
Seit 2024 besitzt das österreichische Innenministerium die Überwachungssoftware „Tangles“. Diese in den USA stark kritisierte Software ermöglicht unter anderem tiefgreifende Analysen von Social-Media-Aktivitäten der Bürger – und Bewegungsnachverfolgung von Mobilgeräten.

Ende 2024 investierte das Innenministerium fast 900.000 Euro in das Überwachungstool „Tangles“. Damit können Soziale Medien maschinengestützt überwacht und kontrolliert werden.

Der Kauf wurde nur über eine EU-Vergabedatenbank bekannt. Das Tool geriet zuletzt wegen seiner Nutzung durch die US-Abschiebungsbehörde ICE in die Kritik.
Tangles ist eine KI-gestützte Plattform für Open-Source-Intelligence (OSINT), entwickelt von der israelischen Firma Cobwebs Technologies (2014 gegründet von ehemaligen Spezialkräften des israelischen Militärs). Sie sammelt und analysiert Daten aus dem offenen, tiefen und dunklen Web, insbesondere aus Social Media. 2023 wurde Cobwebs von der US-Firma PenLink übernommen – genauer gesagt durch deren Kapitalgeber Spire Capital Partners, ein New Yorker Private-Equity-Unternehmen, das seit 2022 die Mehrheitskontrolle über PenLink hält. PenLink aus Nebraska vermarktet Tangles nun als Teil seiner „Digital Intelligence“-Suite.Es braucht nicht immer Palantir – der Markt für digitale Überwachung und Kontrolle ist deutlich größer.
Das Programm kann mehr: Geofencing – die Bewegungsnachverfolgung von Mobilgeräten in definierten virtuellen Zonen.
Theoretisch oft ohne richterlichen Beschluss, da die Daten meist über Datenbroker aus App-Standortinformationen stammen. International steht die Software in der Kritik:
Datenschützer werfen ihr massenhafte Privatsphäreverletzungen vor – etwa durch automatisierte Erstellung von Bewegungs- und Persönlichkeitsprofilen.
In den USA nutzte etwa die Texas Department of Public Safety Tangles in einem Millionen-Deal (2024). ICE setzt vergleichbare Tools ein, um Migrations- und Sicherheitsdaten zu analysieren.
Was das Innenministerium in Österreich genau mit der Software macht, bleibt geheim.

Man verweigert Auskünfte zum konkreten Einsatz – unter Berufung auf nationale Sicherheit. Auch die FPÖ erhebt schwere Vorwürfe: „Warum wird keine Rechtsgrundlage genannt? Wird gegen die eigene Bevölkerung, Opposition oder unbescholtene Bürger aufgerüstet?“, fragt FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz. Er verknüpft den Kauf mit früheren ÖVP-Plänen zur Messenger-Überwachung und warnt vor „Gesinnungsschnüffelei“ und politischem Profiling.
Auch die linke Opposition sieht Parallelen zu Karners früheren Vorstößen für erweiterte Chat- und Messenger-Überwachung, die bereits Verfassungsgerichtsverfahren auslösten.
Wird Tangles in Österreich seit über einem Jahr gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt?
Der Verdacht lässt sich jedenfalls nicht entkräften. Sowohl in parlamentarischen wie auch in Presseanfragen gibt sich das Ministerium wortkarg.
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„Tangles ist eine KI-gestützte Plattform für Open-Source-Intelligence (OSINT), entwickelt von der israelischen Firma Cobwebs Technologies (2014 gegründet von ehemaligen Spezialkräften des israelischen Militärs). Sie sammelt und analysiert Daten aus dem offenen, tiefen und dunklen Web, insbesondere aus Social Media.“
Dass ÖVP und SPÖ diese Verfassungsfeinde bis heute halten, ist der eigentliche Skandal!
Quelle https://tkp.at/2026/02/23/oevp-ministerium-besitzt-seit-2024-bewegungstracking-software/
