01.02.2026,
Eine sechsköpfige, syrische Familie in Wien muss statt 3.000 Euro plötzlich mit nur mehr 1.285 Euro im Monat auskommen – sie bangt um ihre Existenz.

Eine syrische Familie mit vier Kindern bangt in Wien um ihre Existenz.
Plötzlich fehlt fast das ganze Geld! Eine syrische Familie mit vier Kindern steht in Wien vor dem Nichts. Statt rund 3.000 Euro im Monat bleiben nur mehr 1.285 Euro – über den Fall berichtet aktuell das Nachrichtenmagazin „profil“. Die Miete alleine frisst fast alles auf, die Angst vor dem Wohnungsverlust ist groß.
Ahmad A. lebt seit drei Jahren mit seiner Frau und den vier Kindern in Österreich.

Die Familie hat subsidiären Schutz, darf arbeiten, ihr Aufenthalt ist aber befristet. Mit dem Wiener Sparpaket hat sich ihre Lage drastisch verschlechtert. Ab 2026 bekommen subsidiär Schutzberechtigte keine Mindestsicherung mehr, sie fallen zurück in die Grundversorgung. Für Familie A. bedeutet das einen massiven Einschnitt.
Ahmad hatte eigene Anwaltskanzlei
„Wir wollen nicht auf der Straße landen“, sagt der 56-Jährige gegenüber dem „profil“. Die plötzliche Kürzung habe die Familie völlig unvorbereitet getroffen. Bereits im Herbst 2025 hatte die Stadt Wien angekündigt, diese Gruppe aus der Mindestsicherung zu nehmen. Hilfsorganisationen warnten damals vor Delogierungen und Integrationsproblemen.
In Syrien führte Ahmad A. ein gutes Leben. Er arbeitete als Anwalt, hatte eine eigene Kanzlei, die Kinder wuchsen in gesicherten Verhältnissen auf.
Dann kam der Krieg. Das Militär des früheren Machthabers Baschar al-Assad zerstörte Kanzlei und Wohnhaus. Die Familie floh zuerst in den Norden Syriens, später in die Türkei.
Familie wagte Neuanfang
Zehn Jahre nach der Flucht wagten die Eltern einen Neuanfang für ihre Kinder. 2023 kamen sie mit Schleppern und wenig Geld nach Österreich. Als sie erfuhren, dass es in Wien Anspruch auf Mindestsicherung gibt, übersiedelten sie in die Bundeshauptstadt. Rund 3.200 Euro standen der Familie damals monatlich zur Verfügung, inklusive Mindestsicherung, Mietbeihilfe und Kindergeld.
Im November beschloss der Wiener Landtag die Rückkehr subsidiär Schutzberechtigter in die Grundversorgung. Kurz darauf kam der Brief. Statt rund 3.000 Euro bleiben exakt 1.285 Euro. „Ich habe im Dezember auf mein Geld gewartet, aber es kam nichts. Die plötzliche Nachricht hat uns erschüttert. Wir hoffen, dass die Regierung für Fälle wie uns eine Ausnahme macht“, sagt Ahmad A. dem „profil“.
Die Zahlen zeigen die Dimension: Im Dezember 2025 bezogen laut MA 40 rund 137.000 Menschen in Wien Mindestsicherung, etwa 9.500 davon hatten subsidiären Schutz. Während Alleinstehende rund 1.200 Euro erhalten, liegt die Grundversorgung mit etwa 400 Euro pro Person deutlich darunter.
Wien muss sparen
Wien will mit der Reform sparen, rund 200 Millionen Euro sollen weniger ausgegeben werden. Für Familie A. sind die Folgen dramatisch. In der 94-Quadratmeter-Wohnung in Wien-Simmering leben sechs Personen, die Miete beträgt 1.106 Euro, dazu kommen Energie- und Stromkosten. „Wir sind auf der Suche nach einer neuen Wohnung, die Miete können wir uns mit der Grundversorgung alleine nicht leisten“, sagt Ahmad A.
Im Video: Kommt man mit der Mindestsicherung über die Runden?
Schon im Dezember bat er den Vermieter, die Jänner-Miete aufzuschieben. Ob er im Februar doppelt zahlen kann, ist unklar. Unterstützung aus dem Freundeskreis gibt es kaum. Gemeinsam mit der Caritas sucht die Familie nun nach einer günstigeren Unterkunft. Doch der Haken: Erst nach Kündigung der Wohnung besteht Anspruch auf einen Platz in einem Grundversorgungsquartier.
Derzeit leben rund 8.000 subsidiär Schutzberechtigte in Wien in privaten Unterkünften. In Quartieren des Fonds Soziales Wien sind etwa 4.400 Menschen untergebracht. Weil zuletzt weniger Asylanträge gestellt wurden, wurden Plätze reduziert. Caritas-Experte David Preukschat-Himler warnt im „profil“: „Die ersten wurden bereits den Quartieren zugewiesen, doch die Plätze sind begrenzt. Ein Aufstocken wird nötig sein. Was man sich hier also letztlich spart, sei dahingestellt.“
Die Stadt sieht das anders. Gegenüber dem „profil“ heißt es: „Personen, die einen Platz in einer Grundversorgungseinrichtung benötigen, werden einen bekommen. Wir sehen keine erhöhte Obdachlosigkeit unter Menschen in der Grundversorgung, und erwarten das auch bei den subsidiär Schutzberechtigten nicht.“
Hohe Belastung

Für Familie A. wäre ein Quartier nur der letzte Ausweg. Vor allem wegen des 17-jährigen Sohnes. „Mein Junge braucht intensive Betreuung und die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, das wird in einem Quartier schwer möglich sein“, sagt der Vater. „Es ist für meinen Sohn kaum möglich, eigenständig Tätigkeiten auszuführen, weil er aufgrund seiner Erkrankung Situationen nicht einschätzen kann. Beim Einkaufen zum Beispiel würde er das Geld für Schokolade ausgeben, statt für Brot.“
Aktuell ist die Belastung besonders hoch. Während Ahmad A. spricht, befinden sich seine Frau und der Sohn im Spital. Der 17-Jährige muss operiert werden, Ärzte haben Auffälligkeiten am Ohr festgestellt, die Ursache ist noch unklar.
Auch Integrationsexpertin Judith Kohlenberger betont im „profil“, wie entscheidend stabiles Wohnen ist: „Wohnen ist ein Grundbedürfnis, davon hängt auch die soziale Integration ab. Hat man keine Ruhe, bringt das Schwierigkeiten beim Lernen.“ Auch der Arbeitsmarktzugang leide. „Die Entscheidung, ob man lieber im Deutschkurs sitzt oder einem Job nachgeht, fällt meistens auf Letzteres.“
Ahmad A. selbst spricht trotz AMS-Kurs nur wenig Deutsch, seine Kinder seien hingegen gut integriert. „Sie lernten immer schon fleißig, können die Sprache mittlerweile fließend sprechen“, sagt er stolz, vor allem über seine 19-jährige Tochter. Seine juristische Ausbildung könne nur mit Sprachnachweis anerkannt werden, gesundheitliche Probleme machen eine Arbeit für ihn und seine Frau derzeit unmöglich. Das bestätigt auch die Caritas.
„In akute humanitäre Krise gestürzt“
In einem Brief an das „profil“ bringt Ahmad A. seine Lage auf den Punkt: „Meine Familie und ich stehen an einem Punkt, an dem unsere Existenz ernsthaft bedroht sind. Die plötzliche und vollständige Einstellung dieser Unterstützung ohne Berücksichtigung unserer besonderen Umstände hat uns in eine akute humanitäre Krise gestürzt.“
Der Alltag besteht aus Schulwegen, Arztterminen und Gesprächen mit Hilfsorganisationen. Der Aufenthaltsstatus der Familie läuft im Oktober aus. Bis dahin borgt sich Ahmad A. Geld von Freunden, auch seine Schwester in Deutschland hilft. Seine Hoffnung setzt er laut dem Nachrichtenmagazin weiter auf Österreich: „Österreich ist ein Land, das für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit steht. Ich vertraue zutiefst darauf, dass diese Werte auch in meinem Fall gelten und dass meine Familie nicht im Stich gelassen wird.“
Leserkommentare ………………………..
Kinder bekommen ist ein neues Geschäftsmodell geworden hier!In ihren Ländern bekommen sie auch kein Geld.Also warum erwarten sie das von Österreich???
3 Jahre in Österreich und kein Deutsch.
Laut Caritas kann Mann und Frau derzeit nicht arbeiten weshalb frag ich mich. Am Brunnenmarkt finden die schnell eine Arbeit.
Die Integration geht nach VdB u. a. Linke/Grüne so: Keine Kreuze mehr in unseren öffentlichen Gebäuden, keine Sobieski-Statuen, keine deutschen Lesebücher, Weihnachten, Ostern mehr, Einführung islamischer Feiertage etc. und Bart/Kopftuch für alle ÖsterreicherInnen.
Das ist nur eine Familie von Tausenden in Österreich, und dann noch die anderen, sowie sehr viele Einzelpersonen, die fordern, meine Mutter 1945 geboren, bekommt 1085€ trotz Arbeit Kindererziehung, war nie Sozialhilfe abhänging, und alle Kinder erlernten einen Beruf, weil sie uns immer sagte„ ohne Göd ka Musik“
Großes Vorbild DÄNEMARK
Ab nach hause mit ALLE die seit 2015 uns belagern. Und hört bitte mit der Mitleidsmasche auf, das sind Invasoren, die uns ALLES wegnehmen.
Gute Reise; keiner will euch, keiner braucht euch!
Und Tschüss ✈️ ✈️ ✈️
Ab nach Syrien es gibt keinen Fluchtgrund mehr!
3 Österreicher arbeiten Vollzeit…. 40h die Woche, um die durchzufüttern, das KANN man nicht erfinden. Und wenn man findet, dass das nicht in Ordnung ist, bist sowieso gleich ein N
Eine Frechheit,….sind teilweise schon jahrelang bei uns, und stehen vor dem nichts!!!! Ab in die Heimat, dort werdet Ihr erst RECHT vor dem nichts stehen….dann werdet Ihr erst sehen was wirklich NICHTS bedeutet!!!
Die syrische Familie sollte wieder nach Hause gehen, in ihrem Land würde man umgerechnet nicht einmal 100€ bekommen. Der Krieg in Syrien ist zu Ende, bitte verlassen Sie Österreich !
Ganz genau, deren „Krieg“ ist vorbei.
Quelle https://www.heute.at/s/syrische-familie-mit-vier-kindern-steht-vor-dem-nichts-120159247
