01.04.2026
In Österreichs Schulen häufen sich Probleme – von Hygiene bis Gewalt. Pädagogen berichten aus dem Alltag an steirischen Brennpunktschulen.

Schmutzige Klos, ungewaschene Hände und Kinder, die nicht wissen, wie man sich richtig sauber macht – was nach Einzelfällen klingt, gehört für manche Lehrer längst zum Alltag.
Besonders an sogenannten Brennpunktschulen stoßen Pädagogen zunehmend an ihre Grenzen. Und das längst nicht nur in Wien, sondern überall in Österreich.

„Wir haben Kinder, die nicht wissen, wie man sich die Hände wäscht, wie man richtig aufs Klo geht oder sich danach sauber macht“, schildert die Grazer Lehrerin Kerstin Tanner der „Kleinen Zeitung“.
Probleme gibt es viele! Während man früher in der ersten Klasse bei null begonnen habe, starte man heute „vielfach bei minus zehn“. Es fehle an grundlegenden Fähigkeiten, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, fügt ihre Kollegin Verena Müllner hinzu.
„Mit dir spiele ich nicht, weil du Christ bist“

Trotz dieser Probleme sei Gewalt im Unterricht und Respekt gegenüber den Lehrern an ihrem Standort in Graz-Gries „kein Thema“. Besonders stolz sind die beiden Pädagoginnen aber darauf, dass sich die Kinder gegenseitig so akzeptieren, wie sie sind. Das ist einer der zentralen Werte, die sie vermitteln wollen.
Das heißt aber nicht, dass es niemals zu Ausgrenzungen kommt. Wenn doch einmal Aussagen wie „Mit dir spiele ich nicht, weil du Christ bist“ fallen, sehen sich Tanner und Müllner in der Rolle, sofort zu intervenieren. Gleiches, sollte die Gleichberechtigung von Mädchen und Buben infrage gestellt werden.
An anderen Standorten geht es durchaus härter zu. Viele Direktoren wollen nicht öffentlich über die Probleme sprechen. Wenn sie es hinter vorgehaltener Hand tun, dann geht es laut „Kleine“ schnell um wiederholte Suspendierungen aufgrund von ausufernder Gewalt.
„Im gelobten Land“

In der Steiermark wurden allein 2024 rund 350 Anzeigen mit Tatort Schule registriert.
Die Direktorin der Volksschule und Mittelschule Neuberg an der Mürz, Josefine Seiberl, berichtet von blutigen Nasen, aufgesprungenen Lippen und eskalierenden Rangeleien – vor allem in den Pausen. „Aus Spaß wird schnell Ernst“, sagt sie. Besonders auffällig: Konflikte würden schneller körperlich ausgetragen als früher.
Ein weiteres Problem: Eltern. Statt gemeinsam Lösungen zu suchen, würden viele ihre Kinder verteidigen – auch mit Drohungen gegen Lehrer oder sogar Anzeigen. „Das waren immer die anderen“, heißt es dann über die vermeintlichen „Engerl“.
Eine Suspendierung musste sie aber noch nie aussprechen. Daher sieht sich Seiberl im Vergleich zu anderen Schulen „im gelobten Land“.
Ähnliches Elternverhalten schildert Bernhard Braunstein, Direktor der Mittelschule Gleisdorf. Die Eltern hätten ihre eigenen Erziehungsaufgaben den Lehrern umgehängt, würden aber beim Ansprechen von Problemen sofort in Rage fallen. Anstatt als Hilfsangebot würden sie das häufig als Angriff auf ihre eigene Unfähigkeit sehen.
In seiner Schule hilft ein dauerhaft anwesender Sozialarbeiter bei der Vermeidung von Eskalationen. Die Kinder könnten alle ihre Probleme mit ihm besprechen.
Soziale Medien als Brandbeschleuniger
Den Quell des Übels ortet der Direktor in den Sozialen Medien. Kinder würden dort eine verzerrte Realität erleben, Gewalt werde gefilmt, geteilt und verharmlost: „Es ist ja nix dabei, filmen wir halt einen, wenn er geschlagen wird“. Die Folgen im echten Leben werden immer offensichtlicher – zu verhindern ist diese Entwicklung kaum.
Ein Lichtblick: Schulen mit Sozialarbeitern berichten von weniger Eskalationen. Programme wie tägliches „Soziales Lernen“ helfen, Konflikte früh zu erkennen und zu lösen.
Leserkommentare …………………………..
Das sind die Goldkinder der Övspögrünpink Regierung a bisserl braun unter die Fingernägel, können grundlegende dinge nicht, von deutsch nicht einmal ein ansatz und sind in der Schule damit daheim mehr Platz und Ruhe ist.
Es sind ja nicht nur die kleinen Kinder, wer kenn sie nicht, die Abdrücke von Schuhen auf der Klobrille und die Wasserflasche neben der Toilette. Auch die zig Klopapier- und Papierhandtuchreste im Waschbecken.
Erschreckend, dass der gängige Umgang mit einer Closchüssel plus dazugehörigem Clopapier und anschließender Handhygiene im 21sten Jahrhundert noch soviele Defizite aufweist…..
Die einfachsten Kulturtechniken werden nicht beherrscht. Wer glaubt dass solche Kinder später am Arbeitsmarkt integrierbar sind träumt von warmen Eislutschern.
Die Willkommensklatscher sind STOLZ auf ihre Gäste🤫
Aber Aber.
Das sind doch unseren zukünftigen Fachkräfte!!!
Gibt’s schon Firmen die diese auch benötigen???
Oder gehen Sie in die Politik???
Meist gibt es auch keine Hockerlklos. Das ist schon zu viel Zivilisation. In Indien beispielsweise ist in weniger reichen Gegenden die Straße das Klo, das ist dort ganz normal. Wer muss, der geht mal kurz raus auf die Straße.
Quelle https://www.heute.at/s/schueler-wissen-nicht-wie-man-richtig-aufs-klo-geht-120175965
