Politik

Drohnen-Terrorismus im Namen der Terrorbekämpfung

15. Januar 2020

Drohnen-Terrorismus im Namen der Terrorbekämpfung

US-amerikanischer Drohnen-Terrorismus im Namen der Terrorbekämpfung www.kla.tv/15545

Am 3. Januar 2020 berichteten die Leitmedien über den Tod des iranischen Generals Soleimani aufgrund eines US-Drohnenangriffs. Die ARD-Tagesschau titelte: „Das US-Militär hat den Chef der iranischen Elitetruppe Al-Quds-Brigaden durch einen Luftangriff getötet.“ Weitere Recherchen ergaben, dass General Soleimani auf Befehl des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump unter Einsatz einer sogenannten „Sensenmann“-Drohne im Irak ermordet wurde. Die „Welt“ kommentierte: „Dieses unbemannte Flugobjekt setzen die Militärs und Geheimdienste der USA seit Jahren weltweit nicht nur für Überwachungsaufgaben, sondern auch für das gezielte Töten von Menschen ein, die – aus Sicht der USA – Terroristen sind.“ Seit Beginn seiner Amtszeit hat Trump in Donald Pakistan, Somalia und im Jemen insgesamt 238 Drohnenangriffe angeordnet. In Afghanistan wurde durch die USA bisher sogar die unglaubliche Zahl von insgesamt 5.888 Drohnenangriffen durchgeführt. Davon wurden 4.582 vom derzeitigen Präsidenten Trump veranlasst. Vereinzelt autorisierte Trump sogar knapp 500 Angriffe pro Monat. Die Gesamtzahl der in diesen vier Ländern per Drohne Getöteten beläuft sich auf bis zu 11.105 – aber auch diese Zahlen sind inzwischen längst überholt.

Bei der Ausübung von Terror geht man im Grunde von der systematischen Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen aus und zwar, um politische Ziele zu erreichen. Diese Begrifflichkeit wurde bisher meist auf politische oder religiöse Minderheiten angewandt, die in verschiedenen Einzelaktionen ihre Ziele durchsetzen wollten. Da aber inzwischen eine Vielzahl von extremen Gewaltaktionen von den Staatsführern selbst ausgeht bzw. befohlen wird, muss man diese reservierten Wörter wie Terror, Terroranschlag oder Terrorist nun explizit auf diese Staatsführer selbst anwenden, wenn man den realen Zustand beim Namen nennen möchte. Die Juristin und Völkerrechtsexpertin Mary Ellen O’Connell bezeichnete bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses die Drohnenangriffe als „klare Verletzung des Völkerrechts“. Die USA berufen sich jedoch auf das Recht der Selbstverteidigung aufgrund Artikel 51 der UN-Charta. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Artikel 51 einen Tag nach dem Einsturz des World Trade Centers am 11.Sepember 2001 durch die UN-Resolution 1368 extrem erweitert wurde. Durch die Erweiterung der UN-Charta ist es nun „legitim“, jeden Terrorverdächtigen ohne Gerichtsverfahren zu töten, denn das Selbstverteidigungsrecht gibt den Vereinigten Staaten von Amerika – auch ohne Kriegserklärung – das Recht, Menschen zu töten.

Am 20.09.2001 – also wenige Tage nach dieser Resolution – erklärte der damalige US-Präsident George W. Bush in einer denkwürdigen Rede an das amerikanische Volk dem „Terror“ den Krieg. Dadurch war das US-Militär legitimiert, unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung fortan selbst Terrorakte auszuführen. Doch nicht nur Terrorakte, sondern sogar reguläre Kriege rechtfertigte das US-Regime mit der Terrorbekämpfung. Als bekanntestes Beispiel unter vielen muss hier der Irak-Krieg aus dem Jahre 2003 angeführt werden. Unter dem nachweislich lügnerischen Vorwand, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzen würde, setzten die USA in diesem Krieg selbst Uran als Massenvernichtungswaffen ein. Die aktuellen Zahlen mit über 1 Million Toten allein aus diesem Irak-Krieg belegen unzweifelhaft, von wem wahrhaft Terror ausgeübt wird. Klar ist auch, dass diese Blutspur bis zum aktuellen Drohnenmord an General Soleimani beständig zugenommen hat. Während der Präsidentschaft George W. Bushs warfen die USA im Schnitt jede Stunde eine Bombe ab, folglich 24 Bomben pro Tag, die vollen acht Jahre seiner Amtszeit. Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger, erhöhte die „tödliche Schlagzahl“ auf 34 Bomben pro Tag. Doch selbst Obama wird von Trump mühelos in den Schatten gestellt: 121 Bomben pro Tag ließ der aktuelle US-Präsident während seines ersten Jahres im Amt weltweit abwerfen – alle zwölf Minuten eine Bombe!

Fazit: Die angeführten Zahlen und Fakten, sowie der aktuelle US-Drohnenmord an General Soleimani belegen, dass vom US-Imperium selbst – unter dem scheinheiligen Vorwand der Terrorbekämpfung – in aller Öffentlichkeit Terror verübt wird. Jedes Töten eines Menschen ohne vorausgegangenes Gerichtsverfahren muss jedoch – ohne WENN und ABER – als Akt des Terrors verurteilt werden. Dieser selbst-legitimierte Terror kann jedoch vom Volk beendet werden. Verbreiten Sie, liebe Zuschauer, deshalb diese Sendung in Ihrem Bekanntenkreis weiter, damit sich dieser kaltblütige Drohnen-Terrorismus nicht weiter unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung verbergen kann!

Quelle https://www.kla.tv/2020-01-15/15545&autoplay=true

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