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AMS-Kurse als gefährliche Virus-Schleuder?

12 Nov. 2020

AMS-Kurse als gefährliche Virus-Schleuder?

Fritz Pöltl (FCG): „Bessere Schutzmaßnahmen sind für Kursteilnehmer, Lehrkräfte und Trainer dringend erforderlich!“

Wien (OTS) – Als skandalös bezeichnen Insider die derzeitige Situation in den AMS-Kursen. „Hier werden trotz des verordneten Lockdowns bis zu achtstündige Schulungen auf engstem Raum veranstaltet, ohne dass über einem empfohlenen Abstandhalten besondere Schutzmaßnahmen vorgesehen sind“, beklagen sowohl Kursteilnehmer wie auch Lehrkräfte. Laut dem § 13 der COVID-19-Verordnung sind nämlich „Zusammenkünfte zu erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken” von den Maßnahmen der Regierung weitgehend ausgenommen. Zurzeit betrifft dies knapp 65.000 Schulungsteilnehmer in den Kursen des AMS. FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl: „Bessere Schutzmaßnahmen sind für Kursteilnehmer, Lehrkräfte und Trainer dringend erforderlich!“

Infektions-Risiko

Im AMS betont man zwar, dass die Ausbildungseinrichtungen das Risiko der Verbreitung des Corona Virus soweit als möglich ausschließen, die Realität freilich sieht anders aus: Während im Handel pro Person 10 m² vorgeschrieben sind, stehen den Erwachsenenbildnern und Trainern nur 1m² zur Verfügung. „Die Gefahr, sich einer Infektion auszusetzen, scheint hier besonders groß, weil sich das Virus in geschlossenen Räumen mit oft mehr als 15 Personen besonders rasch verbreitet“, kritisiert Pöltl. Völlig unverständlich sei demnach auch, dass Beschwerden von AMS-Betriebsräten von der Geschäftsführung zurückgewiesen werden. Fazit: Viele sind verzweifelt, haben Angst vor einer Ansteckung und vor einer Kündigung, wenn sie ihre Kritik offen artikulieren.

Menschen zweiter Klasse

Besonders scharf kritisiert Pöltl auch, dass der Begriff Distance-Learning, der in den Oberstufen der Schulen bereits zur Routine gehört, im AMS offenbar ein Fremdwort darstellt. Das AMS zieht nämlich seine Schulungen trotz Corona-Lockdowns weiterhin mit physischer Anwesenheit vor Ort durch. Die Begründung der AMS-Geschäftsführung: Sozial schwache Menschen würde man mit einem Online-Unterricht nicht erreichen.

Trainer und Kursteilnehmer sehen sich deshalb als „Menschen zweiter Klasse“, die vom AMS „verheizt werden“.

Quelle https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201112_OTS0198/ams-kurse-als-gefaehrliche-virus-schleuder

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